Eugène Ysaÿe
(1858-1931)

Sonate pour Violon seul G-Dur op. 27 Nr. 5


1924 veröffentlichte der belgische Geiger und Komponist Eugène Ysaÿe seine "Six sonates pour violon seul". Zu der Zeit genoss Ysaÿe die Früchte seines weltweiten Renommees als begnadeter Geigenvirtuose, Kammermusiker (Quatuor Ysaÿe), Pädagoge und Förderer der jungen französischen Musik von César Franck, Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré und Claude Debussy. Schon als Zehnjähriger hatte er seinen Vater, einen Geiger und Dirigenten, auf dessen Konzertreisen begleitet und im Orchester mitgespielt. Nach seinen Studien u. a. bei Wieniawski und Vieuxtemps war er vier Jahre Konzertmeister in der Bilseschen Kapelle in Berlin - der Vorläufer der Berliner Philharmoniker! Während des Ersten Weltkriegs hielt er sich in England und in den USA auf, wo er das Orchester von Cincinnati leitete.
1922 kehrte er nach Belgien zurück und litt bis zu seinem Tod an den Begleiterscheinungen seiner Diabeteserkrankung (ihm musste der Fuß amputiert werden).
Ysaÿes sechs Solosonaten sind ein Zeugnis meisterhafter Beherrschung des Instruments als auch ein Dokument des Stils seiner Zeit.

Christine Mitlehner
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