Ivan Wyschnegradsky
(1893-1979)

Etude sur le Carré magique sonore op.40


Die im Jahr 1956 fertiggestellte Etude sur le Carré magique sonore für Klavier op. 40 führt in das Zentrum des Wyschnegradskyschen Musikdenkens, sowohl was einen durch Rotation zyklisch gestalteten Tonraum als auch was eine diese korrelierende Satztechnik anlangt.
In einer der gedruckten Partitur beigegebenen notice explicative erläutert der Komponist sein Werk: " 'Magisches Quadrat' heißt eine in den römischen Katakomben entdeckte Inschrift, die aus fünf quadratisch angeordneten Wörtern mit je fünf Buchstaben bestand. [...] Im 'Magischen Tonquadrat' (Carré magique sonore) ist eine melodische Sequenz von sechs zyklisch angeordneten Takten (das Ende führt wieder zum Anfang zurück) sechsmal übereinandergesetzt und zwar so, daß sich beim Lesen dieser Takte von links nach rechts oder von oben nach unten jeweils dieselbe Sequenz ergibt".

Thomas Bösche
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