Carl Maria von Weber
(1786-1826)

Trio g-Moll op. 63
für Klarinette, Violoncello und Klavier


Für das 19. Jahrhundert verkörperte Weber den modernen Künstler - er war Musiker, zugleich Ästhetiker, Kritiker und Schriftsteller. In Prag und Dresden veröffentlichte er als erster - quasi als Mitbegründer der modernen Dramaturgie - Einführungen zu noch unbekannten Opern in Tageszeitungen, führte geregelte Probenphasen ein, setzte die Errichtung eines festangestellten Theaterchors durch und gründete 1817 den "Sängerchor". Er schuf eine theatereigene Bibliothek und führte den Taktstock ein.
Weber hat laut Tagebucheintragungen mit der Arbeit an dem Trio im Frühjahr 1818 begonnen und das Werk am 25. Juli 1819 in Dresden abgeschlossen. Das Trio gehört mit dem Klarinettenquintett, dem Grand Duo concertant und den Silvana-Variationen zu Webers beliebtesten Kammermusikwerken. So ist im "Journal für Literatur, Kunst, Luxus und Mode im Februar 1823 zu lesen: "Diese Sätze sind durch einen hohen, kühnen Schwung der Phantasie ausgezeichnet, und, ungestört durch Abschweifungen und fremdartige Verzierungen, in großer Einheit und Klarheit zum Ausdruck ihres Charakters und zu ihrer bestimmten edlen Wirkung hingeführt."

Christine Mitlehner
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