Mathilde Wesendonck, geb. 1828 in Elberfeld,
gest. 1902 in Traunblick am Traunsee, war seit 1848 mit dem wohlhabenden Kaufmann
Otto Wesendonck verheiratet und lebte seit 1852 in Zürich, wo sie Richard
Wagner kennenlernte.
Wagner widmete ihr schon vor Beginn ihrer engeren Beziehung den 1. Akt der
Walküre mit nur für sie verständlichen Randbemerkungen. Nach
dem Bau der Wesendonck-Villa 1856/57 bot ihm Wesendonck an, in dem Fachwerkbau
auf dem benachbarten, ihm gehörenden, Grundstück, dem "Asyl",
mit seiner Frau Minna zu wohnen. Dort entstand 1857 die Tristan-Dichtung, die
Musik des 1. Akts zu Tristan und Isolde sowie nach Texten Mathildes die
Fünf Gedichte für eine Frauenstimme.
Mark Schulze Steinen
Zeichen 3777
Zu diesem Werk ist auch ein Text von Walter
Rösler lieferbar.