Ralph Vaughan Williams
(1872-1958)

Three Vocalises
für Sopran und Klarinette


Der 1872 geborene walisische Komponist Ralph Vaughan Williams, der u. a. bei Max Bruch in Berlin (1897) und bei Maurice Ravel in Paris (1908) studiert hatte und ein enger Freund von Gustav Holst war, erhielt 1937 - auf dem Gipfel seines Ruhms - den Shakespeare-Preis der Stadt Hamburg. Er schrieb Instrumentalkonzerte, neun Sinfonien, fünf Opern, sakrale Chorwerke, Kammermusik und Filmmusiken: vor allem aber sammelte und bearbeitete er Volkslieder und altenglische Musik. Reichhaltig ist sein Liedschaffen: Etwa 100 Kompositionen für Solostimme und Begleitung hat er hinterlassen, darunter auch Lieder für Singstimme mit Violine oder Oboe, mit obligater Viola und mit Streichquartett-Begleitung. Kurz vor seinem Tod 1958 schrieb er die Three Vocalises für Sopran und Klarinette: textlose Stimmübungen, die im imitatorisch freien Spiel mit der Klarinette künstlerischen Reiz gewinnen.

Christian Carlstedt
Zeichen 2819
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