Peter I.
Tschaikowsky
(1840-1893)
Konzert
Nr.1 für Klavier und Orchester b-Moll
op.
23
...Im
Dezember 1874 hatte ich ein Klavierkonzert geschrieben! Da ich kein Pianist
bin, so erachtete ich es für notwendig, einen Virtuosen zu befragen, was
an meinem Konzert unausführbar, undankbar oder wirkungslos wäre.
(Tschaikowsky spielte das Konzert Rubinstein vor )
Es erwies sich, daß mein Konzert (in den Ohren von Rubinstein)
garnichts taugte, daß es absolut unspielbar, die Passagen abgedroschen
und so ungeschickt wären, daß man sie gar nicht verbessern könnte,
daß die Komposition selbst schlecht, trivial, gemein sei, daß ich
die Stelle von Dem und die da von Jenem gestohlen hätte, daß nur
zwei oder drei Seiten etwas taugten, während die übrigen entweder
vernichtet oder radikal umgearbeitet werden müßten.
Tschaikowsky
strich daraufhin die Widmung des Konzertes an Nikolai Rubinstein aus der Partitur
und eignete es Hans von Bülow zu, der es am 13. Oktober 1875 in Boston
unter der Leitung von Benjamin Johnson Lang uraufführte.
Christine Mitlehner
Zeichen 7037
Zu diesem Werk ist
auch ein Text von Mark Schulze Steinen
lieferbar.