Richard Strauss
(1864-1949)


Vier letzte Lieder für Sopran und Orchester (1948)


Als der dreiundachtzigjährige Richard Strauss 1947 in London von einer beflissenen Reporterin nach seinen Zukunftsplänen befragt wurde, antwortete er: "Na sterben halt!..." Die Begebenheit ist charakteristisch für die Haltung des greisen Meisters. Das Bewußtsein, am Ende seines Lebens angelangt zu sein, zeitigte bei ihm nicht Selbstmitleid und Verzweiflung, sondern eher gelassene Zuversicht auf das Weiterwirken seines Schaffens. Die - postum so genannten, ein Jahr vor dem Tode des Komponisten entstandenen - "Vier letzten Lieder" auf Texte von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff sind nicht nur die letzten abgeschlossenen Werke Strauss', sondern auch Zeugnisse seines Abschiednehmens von der Welt.

Walter Rösler
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