Richard Strauss
(1864-1949)

Eine Alpensinfonie op. 64 (1911-15)
für grosses Orchester


Die kompositorische Entstehungsgeschichte der Alpensinfonie reicht zurück in das Jahr 1911. Nach dem Erfolg des eben aus der Taufe gehobenen Rosenkavaliers wartete der Komponist auf einen neuen Operntext seines Librettisten Hugo von Hofmannsthal. Doch das Projekt - die zunächst als Intermezzo zu Molières Bürger als Edelmann aufgeführte, später zur abendfüllenden Oper erweiterte Ariadne auf Naxos - wollte dem Team nicht leicht von der Hand gehen. "Ich warte auf Sie und quäle mich inzwischen mit einer Sinfonie herum, was mich aber eigentlich noch weniger freut wie Maikäfer schütteln", mahnte Strauss den mit Ideen säumigen Hofmannsthal im Mai 1911. Wenige Monate später nahm die Arbeit an Ariadne auf Naxos konkrete Züge an, und Strauss liess die Sinfonie bis 1913 ruhen. Mit der endgültigen Ausarbeitung der Partitur war er dann zwei weitere Jahre beschäftigt; die Uraufführung der Alpensinfonie fand im Oktober 1915 in Berlin statt. Wie sagte Strauss selbst : "Ich hab einmal so komponieren wollen, wie die Kuh die Milch gibt..."

Mark Schulze Steinen
Zeichen 5311

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