Konzert für Klavier und Orchester fis-Moll op. 20
"Alle seine Werke weisen eine unbestreitbare künstlerische
Individualität auf", schrieb ein Kritiker 1897 nach den ersten Auftritten
eines jungen russischen Pianisten in Paris, Berlin, und Brüssel. "Sein
Spiel ist ein Musterbeispiel für den besonderen, nicht zu beschreibenden
Charme der Slawen, die die besten Pianisten der Welt sind. Skrjabin. Merkt euch
diesen Namen!" Obwohl eine vorübergehende Lähmung der rechten
Hand 1891 beinahe einen Schlussstrich unter seine pianistische Karriere gezogen
hätte, machte sich Alexander Skrjabin nach Abschluss des Studiums am Konservatorium
seiner Heimatstadt Moskau zunächst einen Namen als Klaviervirtuose. Als
Exzentriker par excellence und kluger Marketing-Stratege beschränkte er
sich dabei konsequent auf Interpretationen eigener Werke.
Dass "von 74 Opusnummern seines Werkkatalogs [...] 68 für Klavier
geschrieben" sind (Peter Hollfelder), ist auf Skrjabins außergewöhnliche
pianistische Fertigkeiten und seine frühen Erfolge als Virtuose zurückzuführen.
Mark Schulze Steinen
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