Robert Schumann
(1810-1856)

Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129


Schumann schrieb das Konzert kurz nach seinem Wechsel nach Düsseldorf, wo er als neuer Städtischer Musikdirektor voller Enthusiasmus empfangen wurde. Im Oktober 1850 war es nach etwa vierzehn Tagen vollendet. Die Komposition und Schumanns eigene Worte: "Ich kann kein Konzert schreiben für Virtuosen, ich muß auf etwas anderes sinnen", zeigen einen Widerspruch; die Aufführungsgeschichte des Cellokonzertes untermauert diesen. Denn der Cellopart ist durch und durch virtuos, und das zu einer Zeit, wo im Vergleich zu Pianisten und Geigern sehr selten Cellisten das Konzertpodium betraten. Das Orchester läßt dem Solisten deutlichen Vorsprung und zieht sich in weiten Teilen auf die Aufgabe der Begleitung zurück.
In die Musik fließen manche Töne und Klänge aus seinen vorher komponierten "Faust-Szenen" hinein.
Für die Beziehung der Teile aufeinander sorgt in der Überleitung zum lebhaften Schlußteil das romantisch schweifende Hauptthema des Cellos zu Beginn des 1. Satzes. Die "Romantik, der Schwung, die Frische und der Humor", wie Clara Schumann feststellt, machen vergessen, daß eine besondere Konzentration und Integration des musikalischen Materials nicht aufzuspüren ist.

Christine Mitlehner
Zeichen 5108

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Zu diesem Werk ist auch ein Text von Christian Katzschmann lieferbar