Robert Schumann
(1810-1856)
Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll, op. 129
"Schumann, in die 'sächsische Schweiz' seiner
Seele flüchtend, (...) Schumann mit seinem Geschmack, der im Grunde ein
kleiner Geschmack war ( nämlich ein gefährlicher, unter Deutschen
doppelt gefährlicher Hang zur stillen Lyrik und Trunkenboldigkeit des Gefühls),
beständig bei Seite gehend, sich scheu verziehend und zurückziehend,
ein edler Zärtling, der in lauter anonymem Glück und Weh schwelgte,
eine Art Mädchen und noli me tangere von Anbeginn: dieser Schumann war
bereits nur noch ein deutsches Ereignis in der Musik, kein europäisches
mehr..."
Spricht aus dieser 1885 von Friedrich Nietzsche in Jenseits von Gut und Böse
gedruckten Suada auch ein gehöriges Quantum deutsche Selbstverachtung,
so ist sie doch in natürlich verletzend übertriebenem Maße scharfzüngige
Charakteristik.
Christian Katzschmann
Zeichen 7284
Zu diesem Werk ist auch ein Text von Christine
Mitlehner lieferbar