Clara Schumann
(1819-1896)

Trio in g-moll für Klavier, Violine und Violoncello op.17



Claras Leben war von Anfang an von Tragik überschattet. In früher Kindheit schon lernte sie, Verluste zu ertragen, als ihre Eltern sich scheiden ließen, ihr damit die Mutter und später auch noch die Kinderfrau weggenommen wurden und sie dem Ehrgeiz des Vaters ausgeliefert war. Friedrich Wieck, Claras Vater, Lehrer und Agent, machte seine fünfjährige Tochter zum Werkzeug seiner musikalischen Ambitionen und führte sie als Pianistin zu europäischer Berühmtheit. Als Kind und als junges Mädchen gab es für sie nur wenige sorglose Augenblicke, wenig Freude und Heiterkeit. Ein Zeitgenosse beschrieb ihr Aussehen während Schumanns Klinikaufenthalt als "erschöpft und traurig" und fügte hinzu: "Genauso sah sie schon als junges Mädchen aus. Sie hatte niemals eine Kindheit. Ihr Vater war darauf aus, eine Virtuosin aus ihr zu machen; die Freuden der Jugend blieben ihr ein für allemale versagt. Schon damals spiegelte ihr Gesichtsausdruck einen heimlichen Kummer".

Christine Mitlehner
Zeichen 5435

Informationen zu musiktext.de