Franz Schubert
(1797-1828)

Winterreise op. 89 D 911
Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller


Er hieß die Dichtkunst tönen und reden die Musik (Grillparzer)
Während in Müllers Gedichten mit der Hauptthematik der Wanderschaft Motive von Ruhe und Bewegung polarisiert auftreten, Themenkomplexe zu Natur und Ich sich bündeln und übergreifende motivische Bögen bilden, die, durch kontrastierende Gruppen zwar unterbrochen, dennoch eine innere Kontinuität zeigen, ist das zyklische Moment auf musikalischer Ebene spontan schwerer zu fassen, so vielfältig, reich und schier grenzenlos ist Schuberts musikalische Phantasie. Es gibt jedoch genügend Bezugspunkte, die den von Schubert selbst gewählten Begriff des 'Zyklus' rechtfertigen.

Christine Mitlehner
Zeichen 11346

Zur Winterreise sind zusätzliche Texte lieferbar
Deutung in Anlehnung an Siegmund Freuds Essay
Melancholie und Trauer
Werkbeschreibung mit Schwerpunkt auf Wilhelm Müller

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