Franz Schubert
(1797-1828)
Sonatine g-Moll D 408
für Violine und Klavier
Schubert schrieb die g-Moll-Violinsonatine im April 1816. Es ist die Zeit, in der sich der neunzehnjährige Komponist mit der Absicht trägt, die Nachbarstochter Therese Grob zu heiraten. Um seine finanzielle Situation zu verbessern, bewirbt er sich - vergeblich! - um die Musiklehrerstelle an der Deutschen Normalschule zu Laibach. Die Violinsonatine g-Moll entsteht in zeitlicher Nähe zu einer Vielzahl von Goethe-Liedern und zu der gleichfalls im April 1816 vo1lendeten 4. Sinfonie in c-Mo1l (der "Tragischen"). Kurze Zeit zuvor (im März 1816) entstanden auch die Sonatinen für Violine und Klavier in D-Dur und in a-Moll.
Walter Rösler
Zeichen 1772