Streichquartett d-Moll, op.posth. D 810
"Der Tod und das Mädchen"
Das d-Moll-Quartett wurde vermutlich erst im Januar 1826 zu Ende komponiert. Jedenfalls fand im Februar dieses Jahrs im Freundeskreis die erste Aufführung statt. Franz Lachner berichtet: "In meiner Wohnung wurde auch zum ersten Mal [...] das herrliche Streichquartett in d-Moll mit den Variationen über das Lied "Der Tod und das Mädchen" produziert. Das letztere Quartett, welches gegenwärtig alle Welt entzückt und zu den großartigsten Schöpfungen seiner Gattung gezählt wird, fand durchaus nicht ungeteilten Beifall. Der erste Violinspieler Sch. (=Ignaz Schuppanzigh), der allerdings wegen seines hohen Alters einer solchen Aufgabe nicht gewachsen war, äußerte nach dem Durchspielen gegen den Komponisten: Brüderl, das ist nichts, das lass gut sein; bleib Du bei Deinen Liedern!', worauf Schubert die Musikblätter still zusammenpackte und sie für immer in seinem Pulte verschloss "
Walter Rösler
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