Franz Schubert
(1797-1828)

Streichquartett a-Moll op. 29/1 D 804
Rosamunde


Das Streichquartett a-Moll D 804 entstand in den ersten Monaten des Jahres 1824. Schubert arbeitete zur selben Zeit auch an jenem in d-Moll D 810 sowie an dem Oktett für Streicher und Bläser F-Dur D 803. So schrieb Moritz von Schwind am 13. Februar 1824 an seinen und Schuberts Freund Franz von Schober: "Schubert hält jetzt ein vierzehntätiges Fasten und Zuhausebleiben. Er sieht viel besser aus und ist sehr heiter, ist sehr komisch hungrig und macht Quartetten und Deutsche und Variationen ohne Zahl." Und am 3. März lesen wir in einem erneuten Brief: "Wenn man unter Tags zu ihm kommt, sagt er grüß dich Gott, wie geht's?, ‚gut' und schreibt weiter, worauf man sich entfernt."
Seine erste Aufführung erlebte das a-Moll-Streichquartett kurz nach seiner Fertigstellung bereits am 14. März desselben Jahres in Schuppanzighs zwölftem Subskriptionskonzert im Saal der Musikfreunde "Zum Roten Igel" mit Ignaz Schuppanzigh (1. Violine), Karl Holz (2. Violine), Franz Weiß (Viola) und Josef Linke (Cello).

Mark Schulze Steinen
Zeichen 5287

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