Franz Schubert
(1797-1828)

Der Musensohn D 764 (Johann Wolfgang von Goethe)
Schäfers Klagelied D 121 (Johann Wolfgang von Goethe)
Lied eines Schiffers an die Dioskuren D360 (Johann Mayrhofer)
Geheimes D 719 (Johann Wolfgang von Goethe)
Auf dem Wasser zu singen D774 (Friedrich Leopold Graf zu Stolberg)



Das Lied - spontane Äußerung des Gefühls, nachdenkliches Umkreisen subjektiver Empfindungen, ironisches Beschauen menschlicher Defekte, tieftrauriger, einsamer Dialog mit imaginären Partnern - das Lied als der Moment, in dem ein Weltgefühl den Menschen ergreift und in ihm ein Einzelgefühl entzündet - das Lied ist der komprimierteste und intimste Ausdruck seelischen Empfindens. Musik und Gedicht, sagt Dietrich Fischer-Dieskau, haben einen gemeinsamen Bereich, aus dem sie schöpfen und in dem sie wirken, die Landschaft der Seele.

Christine Mitlehner
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