Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589
Als Schubert in der Zeit von 1813-1818 seine ersten sechs Sinfonien schrieb, war er noch Stiftling des Wiener Stadtkonvikts, wo er als Hofsängerknabe und Geiger des Konviktsorchesters umfassend in Theorie und Praxis der Musik eingeführt worden war, um im Schuljahr 1813/1814 als auszubildender Schulgehilfe in die Lehrerbildungsanstalt der sog. Normal-Hauptschule zu wechseln. Über Anlass der Entstehung und eventuelle Aufführungen der Sinfonien wissen wir so gut wie nichts. Schubert erwähnt sie weder in seinen Briefen noch anderen Aufzeichnungen, auch die "Schubertianer" haben offensichtlich von ihnen keine Notiz genommen. Seine 1. Sinfonie vollendete der Sechzehnjährige am 28. Oktober 1813 noch im Wiener Stadtkonvikt, die 6. Sinfonie entstand zwischen Oktober 1817 und Februar 1818 und wurde von einem regelmäßig zusammenkommenden Liebhaberensemble in der Wohnung des ehemaligen Mitglieds des Burgtheater-Orchesters, Otto Hatwig, im Schottenhof erstmals aufgeführt.
Christine Mitlehner
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