Streichquartett Nr. 7 fis-Moll op. 108
Schostakowitschs Streichquartette stammen - mit Ausnahme des ersten aus dem Jahr 1938 -alle aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg; mehr als die Hälfte, nämlich die Nrn. 7 - 15, schrieb der Komponist erst in den 60er und 70er Jahren, den letzten 15 Jahren seines Lebens. Zu diesem Zeitpunkt war Schostakowitsch bereits zweimal ins Zielfeuer der Kritik von Presse und Kulturpolitik geraten und hatte sich zunehmend auf den schmalen Pfad zwischen Anpassung und künstlerischer Integrität begeben müssen- eine demütigende Erfahrung, die nicht ohne Spuren für Schostakowitschs künstlerisches Selbstverständnis blieb.
Mark Schulze Steinen
Zeichen 4923