Arnold Schönberg
(1874-1951)

Variationen für Orchester op. 31


Die "Variationen für Orchester" waren das erste Werk, in dem Schönberg die "Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen" auf den großen Apparat übertrug. Diese Methode hat er einmal wie folgt charakterisiert: "Der Komponist erfindet eine Reihe, in der alle zwölf Töne vorkommen. Hierbei ist oft eine kleine Nachhilfe aus technischen Gründen nötig, welche ungefähr der Arbeit entspricht, welche Brahms von einem guten Komponisten forderte: dass er sein Thema mit Rücksicht auf später zu erwartende Gestaltungen so modifiziere, wie es die Entwicklung verlangt. Die zugrundegelegte Zwölftonreihe, erfunden also und nachkonstruiert auf dieselbe Weise, auf die jeder vorsorgliche Komponist, der Hirn und Gewissen besitzt, es immer getan hat, diese Reihe also vollbringt nun die Leistung einer Tonleiter und gleichzeitig die eines Motives. Das heißt: Wie aus der Tonleiter die Melodien gebildet wurden, so auch hier. Wie aus der Tonleiter die Akkorde gebildet wurden, so auch hier."
Die "Variationen für Orchester" zählen zu Schönbergs instrumentalen Hauptwerken. Umrahmt werden das Thema und die insgesamt neun Variationen von einer Introduktion und einem umfangreichen Finale.

Martin Demmler
Zeichen 9126
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