Arnold Schönberg
(1874-1951)

Streichquartett Nr. 2 op. 10


"Wenn die Leute von mir sprechen, denken sie sofort an Schrecken, Atonalität und Komposition mit zwölf Tönen. Allgemein wird immer vergessen, dass es, bevor ich diese neuen Techniken entwickelt hatte, zwei oder drei Zeitabschnitte gab, in denen ich das technische Rüstzeug erwerben musste, welches mich befähigte, deutlich auf meinen eigenen Füßen zu stehen, auf eine Weise, die den Vergleich mit anderen Komponisten, Vorgängern oder Zeitgenossen, untersagte." (Schönbergs "Selbstanalyse", Los Angeles, 3. März 1948)
Man kann (nach Friedhelm Döhl) in Schönbergs Schaffen drei Perioden feststellen. In der ersten Periode bis etwa 1907/8 vollzieht sich die allmähliche Auflösung der klassischen Formen und der tonalen Harmonik. In der zweiten Periode 1908-14 erkennen wir den "frei atonalen" und teilweise auch "athematischen" Stil, der schließlich in die dritte Periode der "Dodekaphonie" führt.
Das 2. Streichquartett, komponiert 1907-1908, ist gerade noch der ersten Periode zuzurechnen.

Christine Mitlehner
Zeichen 2400

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