Arnold Schönberg
(1874-1951)
Sechs kleine Klavierstücke op. 19
Die Sechs kleinen Klavierstücke op. 19 erlebten
ihre Uraufführung in Berlin am 4. Februar 1912 durch Louis Closson.
Es sind Miniaturen, "Aphorismen", die mit zu den kürzesten Kompositionen,
die Schönberg jemals schrieb, gehören. Den melodischen Bildungen liegen
die zwölf Töne der chromatischen Skala zugrunde, ohne daß man
indessen von Zwölftonmusik sprechen kann. Jeder Satz hat eine spezifische
Grundstimmung, die von hochexpressiven Motivzellen getragen, überspielt oder
durchbrochen wird. So kurz die Stücke auch sind, beinhalten sie einen Mikrokosmos
von Ausdrucksqualitäten, die sich herkömmlichen assoziativen Bildern
widersetzen.
Christine Mitlehner
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