Alfred Schnittke
(1934-1998)
Klavierquintett (1972-1976)
Alfred Schnittke sieht seine Aufgabe nicht darin, Musik auszudenken, zu schaffen, sondern zu hören und sich selbst nicht mit vorgetäuschten Ideen beim Hören zu stören. Auch will er das, was schon von selbst existiert, nicht verscheuchen (...) , denn etwas außerhalb meiner selbst wird durch mich hörbar. Wenn ihm scheint, vieles bereits zu kennen, wenn ihm die Musik von Schubert, Gesualdo oder Guillaume de Machaut nahe steht, wenn er sich die Musik entdeckt und enträtselt, ist das nicht nur in einem metaphysischen Sinne zu verstehen, sondern auch aus dem großen abendländischen Traditionszusammenhang zu erklären, in dem sich Schnittke aufgehoben sieht.
Christine Mitlehner
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