Camille Saint-Saëns
(1835-1921)

Sonate für Fagott und Klavier op. 168


"Ich verwende meine letzte Kraft darauf, das Repertoire der sonst so vernachlässigten Instrumente zu erweitern." Mit diesem Anspruch ging Saint-Saëns 1921 an die Komposition von vier Sonaten für Holzblasinstrumente und Klavier. Aus der geplanten Tetralogie wurde dann eine Trilogie: op. 166 bis 168. Nach den Opuszahlen ist op. 168, die Sonate für Fagott und Klavier, somit die vorletzte Komposition des 86jährigen Saint-Saëns. Wo sich bei vielen anderen Künstlern das Alter in der stilistischen Reife oder in einem gesonderten Altersstil bemerkbar macht, findet sich bei Saint-Saëns ein unterhaltsames, spritziges, geschickt angelegtes Werk, dessen Idiom fast als "alterslos" zu bezeichnen wäre.

Manuela Schwartz
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