Max Reger
(1873-1916)

Requiem op. 144b (Hebbel)
für Alt, Chor und Orchester
Dem Andenken der im Kriege gefallenen deutschen Helden


Mit der Bitte, »den Inhalt dieses Schreibens Seiner Majestät dem deutschen Kaiser zur huldvollen Kenntnisnahme unterbreiten zu wollen« , teilt Max Reger im August 1915 dem kaiserlichen Kabinett mit, daß er »an einem neuen großen Werke für Chor und Orchester arbeite, welches ich dem Andenken der im Kriege 1914/15 gefallenen deutschen Helden widmen werde, während die Vaterländische Ouvertüre ich dem deutschen Heere gewidmet habe. Ich hoffe, durch diese beiden Werke meiner Hingabe an unser herrliches Vaterland u. der Trauer um unsere gefallenen Helden würdigen Ausdruck gegeben zu haben.«
Wie zu allen Zeiten haben auch unter Kaiser Wilhelm die Rituale des Feldzugs Bestand - der feierliche Aufmarsch, das Heldengedenken, die Siegesfeier. Max Reger entwickelte ein deutschnationales Konzept dreier Werke - darunter das
Requiem -, dessen Problematik sich aus dem ungelösten Konflikt zwischen kompositorischer Absicht und subversiver Aussage des Hebbel-Texts herleitet.

Christian Katzschmann
Zeichen 5593

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