Gaspard de la Nuit
Maurice Ravel war ein vielschichtiger Charakter: eine
"Mischung aus mittelalterlichem Katholizismus und satanischer Gottlosigkeit,
aber geleitet von einer Liebe zur Kunst, zu allem Schönen, die es ihm ermöglicht,
aufrichtig und tief zu empfinden", schreibt sein Lehrer Ricardo Viñes
über ihn. Eine äußerst raffinierte Klangsinnlichkeit, die manche
Musiker allerdings als kühl empfinden, ist seiner Musik eigen.
Als Vorlage für "Gaspard de la nuit" von 1908 diente ihm die
gleichnamige Sammlung von Prosagedichten von Aloysius Bertrand (1830). Am 9.
Januar 1909 fand die Uraufführung in Paris mit Ricardo Viñes im
Salle Erard statt.
Christine Mitlehner
Zeichen 3128
Zu diesem Werk ist auch ein Text von Mark
Schulze Steinen lieferbar (Zeichen 2694)