Sergej Rachmaninow
(1873-1943)

Vokalise op.34 Nr. 14
in der Orchestrierung von Sergej Rachmaninow (1920)


Nicht nur die Pianisten hat Rachmaninow mit seinen Werken glücklich gemacht, auch die Sänger. Eine Fülle von Liedern und Romanzen schrieb er ihnen sozusagen in die Kehle. Von diesen hat es die "Vokalise", ein Lied ohne Worte aus der Liedgruppe op. 34 (1912) und der Sängerin Antonina Wassiljewna Neschdanova gewidmet, in die Instrumentalmusik geschafft. Sie wurde unzählige Male bearbeitet, auch von Rachmaninow selbst. In seiner sensiblen Orchestrierung, im April 1920 beim New York Musik Festival unter Walter Damrosch erstmalig aufgeführt, gelingt es ihm einmal mehr, Musik räumlich erfahrbar zu machen. Von irgendwoher klingend und in die Weite wirkend spinnt sich eine nicht unkomplizierte Melodie unendlich fort: "Das melodische Motiv ist wie eine Geburt und bringt Leben in jedes Werk hinein, es ist so persönlich wie ein Fingerabdruck. Das ist die Genesis, die Schöpfung". (Mikis Theodorakis im Berliner Tagesspiegel, 7.2.1988)

Werbetext (Christine Mitlehner)
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