Konzert Nr. 2 für Klavier und Orchester c-Moll op. 18
Rachmaninow - ein Name so volltönend und sangbar
wie die Klangsprache, für die er steht: unmittelbar emotional, von verführerischem
Lyrismus und weit schweifender Melodik: "Wie ein echter Sänger scheint
er zu improvisieren, ein unhörbares Lied zu komponieren" (N. K. Medtner:
Aus seinen Erinnerungen an S. W. Rachmaninow, zit. nach Erinnerungen an S. W.
Rachmaninow, Wesel 1993)
Dieser Russe, der in Existenznot 1917 vor den unberechenbaren Kriegs- und Revolutionswirren
floh, um als Emigrant von Skandinavien, der Schweiz und schließlich den
USA aufgefangen zu werden, wurde als exzeptioneller Pianist vom Publikum geliebt.
Als Komponist hatte er es ungleich schwerer. Lediglich seine Klavierwerke wurden
von den besten Pianisten durch die Welt getragen, wer aber kennt seine Sinfonien,
seine Chorwerke, seine Opern?
Mit seinem 2. Klavierkonzert, am 27. Oktober 1901 mit ihm am Klavier in Moskau
uraufgeführt, landete der Komponist einen weltweiten Erfolg.
Christine Mitlehner
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