Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 g-Moll op. 40
Die Ursprünge von Rachmaninows viertem und - sieht man von der Rhapsodie über ein Thema von Paganini für Klavier und Orchester op. 43 ab - letztem Klavierkonzert reichen in das Jahr der Emigration zurück. Doch erst 1926 fand der Komponist während einer Tourneepause Zeit, das Werk zu vollenden. Wie bereits bei seinem dritten Klavierkonzert nahm Rachmaninow nach der Uraufführung des Werkes am 18. März 1927 eine Reihe von Veränderungen und Streichungen vor; seine endgültige Form erhielt das Konzert erst 1940. Rachmaninow widmete es des Komponisten Nikolaj Medtner, mit dem er seit Studientagen befreundet war und der sein eigenes, gleichzeitig entstandenes zweites Klavierkonzert wiederum Rachmaninow zueignete. Die überbordende Fülle an thematischen Einfällen verleiht dem Konzert eine eher rhapsodische freie, mitunter sogar leicht unausgewogen erscheinende Form. Aber was für Einfälle sind das!
Mark Schulze Steinen
Zeichen 5446