Ouvertüre über jüdische Themen
op. 34 (1919)
Sergej Prokofjews Hebräische Ouvertüre
entstand für das jüdische Ensemble "Simro", auf das der
Komponist 1919 in New York traf. Die Mitglieder waren alle ehemalige Kommilitonen
des Petersburger Konservatorium. Sie baten Prokofjew um ein Stück für
ihre Besetzung, nämlich Streichquartett mit Klarinette und Klavier, und
drückten ihm ein Heft mit hebräischen Liedern in die Hand. Die
angenehm klingenden Melodien fügten
sich ihm ohne mein Zutun zu ganzen
Stücken zusammen. Die Uraufführung
fand am 26. 1. 1920 mit dem Ensemble "Simro" erfolgreich in New York
statt. Das Werk berührt durch die Wehmut der jüdischen Folklore, die
noch durch das tänzerische Hauptthema schimmert, durch das besondere Kolorit
der Besetzung und die Abwechslung der rhythmisch-tänzerischen und gesanglich-espressiven
Teile.
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