Te Deum (1979/1980)
für Soli, Chor und Orchester
Krzysztof Penderecki ist ein Komponist, der seinen ganz eigenen Platz zwischen Tradition und Moderne behaupten konnte. Seit seine Karriere 1958 mit den Psalmen Davids begann, hat sich Penderecki immer wieder als Komponist geistlicher Werke hervorgetan. Dabei gelang es ihm sowohl, die klanglichen Innovationen der Erzavantgardisten Boulez oder Stockhausen in seine Musiksprache zu integrieren wie auch eine moderne Kirchenmusik zu schaffen, die sich nicht im gedankenlosen Nachbeten archaischer Floskeln genügt. Dies merkt man auch dem Te Deum an, zumal das 1980 uraufgeführte Werk der jüngeren Schaffensphase des Komponisten angehört, in der er durchaus Brücken zur Epoche der Romantik zu schlagen wagt.
Carsten Niemann
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