Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)

Messe c-Moll KV 139 (47a)
Waisenhausmesse


Mit seiner ersten Missa brevis G-Dur KV 49 hatte der gerade zwölf Jahre junge Mozart schon 1768 bewiesen, dass er in der Lage war, sich kompositorisch kurz zu fassen. Eine größere Herausforderung stellte sicher die wenig später entstandene c-Moll-Messe KV 139 (47a) dar, die dem jungen Komponisten als Missa solemnis ungleich mehr Gelegenheit bot, sich musi-kalisch zu entfalten. Die Entstehungszeit dieses Werkes kann auf Grund von Papieranalysen des Manuskripts nur annähernd auf den Zeitraum von Herbst 1768 bis Mitte 1769 eingegrenzt werden. Da zeitgenössische Quellen belegen, dass Mozart für die in Gegenwart von Kaiserin Maria Theresia vollzogene Weihung der neu erbauten Waisenhauskirche am Wiener Rennweg am 7. Dezember 1768 eine Messe komponierte, gibt es allerdings guten Grund zu der Annahme, dass die seitdem Waisenhausmesse genannte Komposition bei diesem Anlass erst-mals erklang. So berichtet seinerzeit die Wiener Zeitung: "Die ganze Musik des Waisenchor bey dem Hochamte wurde von dem wegen seiner besonderen Talente gekannten Wolfgang Mozart, 12jährigen Söhnlein des in salzburgischen Diensten stehenden Kapellmeisters Hr. Leopold Mozart, zu dieser Feyerlichkeit ganz neu verfasset und mit allgemeynen Beyfalle und Bewunderung von ihm selbst aufgeführet [und] mit der größten Richtigkeit dirigieret..."

Mark Schulze Steinen
Zeichen 8051

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