Sonate D-Dur KV 306
für Violine und Klavier
Auf ausgedehnten Reisen konnte sich Mozart schon als
Kind mit den einzelnen europäischen Musikstilen vertraut machen. Bereits
1763 setzte sich die Familie in die Reisekutschen, um durch ausgewählte
Orte Deutschlands nach Brüssel und Paris zu fahren. In der französischen
Metropole entstanden Wolfgangs erste Sonaten "Pour Le Clavecin / Qui peuvent
se jouer avec l'Accompagnement de Violon". Im April 1764 ging es nach London,
wo die Familie sich über ein Jahr aufhielt. Hier lernte Wolfgang den Bach-Sohn
Johann Christian kennen, dessen Musik einen starken Einfluss auf ihn ausübte.
Auf ihrer Rückreise machten die Mozarts sechseinhalb Monate Station in
den Niederlanden, wo "man unsern kleinen Compositeur ersuchte 6 Sonaten
für das Clavier mit dem Accompagnement einer Violin für die Schwester
des Prinzen zu verfertigen", wie Leopold Mozart an Lorenz Hagenauer am
16. Mai 1766 schrieb.
Es sollten zwölf Jahre vergehen, bis wieder eine Serie von "Six Sonates
Pour Clavecin Ou Forté Piano Avec Accompagnement D'un Violon" in
Paris erschien. Vier der 6 Violinsonaten entstanden im Februar 1778 in Mannheim,
die Sonaten KV 304 und 306 im Frühsommer 1778 in Paris.
Christine Mitlehner
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