Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)

Sonate D-Dur KV 306
für Violine und Klavier


Auf ausgedehnten Reisen konnte sich Mozart schon als Kind mit den einzelnen europäischen Musikstilen vertraut machen. Bereits 1763 setzte sich die Familie in die Reisekutschen, um durch ausgewählte Orte Deutschlands nach Brüssel und Paris zu fahren. In der französischen Metropole entstanden Wolfgangs erste Sonaten "Pour Le Clavecin / Qui peuvent se jouer avec l'Accompagnement de Violon". Im April 1764 ging es nach London, wo die Familie sich über ein Jahr aufhielt. Hier lernte Wolfgang den Bach-Sohn Johann Christian kennen, dessen Musik einen starken Einfluss auf ihn ausübte. Auf ihrer Rückreise machten die Mozarts sechseinhalb Monate Station in den Niederlanden, wo "man unsern kleinen Compositeur ersuchte 6 Sonaten für das Clavier mit dem Accompagnement einer Violin für die Schwester des Prinzen zu verfertigen", wie Leopold Mozart an Lorenz Hagenauer am 16. Mai 1766 schrieb.
Es sollten zwölf Jahre vergehen, bis wieder eine Serie von "Six Sonates Pour Clavecin Ou Forté Piano Avec Accompagnement D'un Violon" in Paris erschien. Vier der 6 Violinsonaten entstanden im Februar 1778 in Mannheim, die Sonaten KV 304 und 306 im Frühsommer 1778 in Paris.

Christine Mitlehner
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