Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)
Maurerische Trauermusik KV 477
Für die Totenfeier der Br. Br. Mecklenburg
und Esterhazy
im Juli 1785
Als "Maurerische TrauerMusick bey dem Todesfalle der Br Br [Brüder] Meklenburg und Esterhazy" trug Wolfgang Amadé Mozart eine kurze Komposition in g-Moll in das "Verzeichnüß aller meiner Werke" ein. Jüngere Forschungen haben nun Anlass zu der Vermutung gegeben, dass Mozart diese "Gelegenheitskomposition von allerhöchstem Rang" (Arnold Werner-Jensen) keineswegs für die Trauerfeier komponierte, die anlässlich des Ablebens der Logenbrüder Herzog Georg August von Mecklenburg-Strelitz und Graf Franz Esterhazy am 17. November 1785 in der Wiener Freimaurerloge Zur gekrönten Hoffnung abgehalten wurde. Es ist vielmehr wahrscheinlich, dass die nur 69 Takte umfassende musikalische Miniatur bereits im August desselben Jahres in einer anderen Wiener Loge erklang - und zwar nicht als Trauermusik, sondern im Rahmen eines gänzlich anders gearteten Festaktes...
Mark Schulze Steinen
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