Streichquintett g-moll KV 516
Mozart komponierte das Streichquintett zusammen mit einem
anderen Werk für dieselbe Besetzung im Frühjahr 1787 und trug beide
Kompositionen am 19. April bzw. am 16. Mai desselben Jahres in sein "Verzeichnüss
aller meiner Werke" ein. Ein gutes Jahr später bot er sie zusammen
mit einer Streichquintettbearbeitung seiner Serenade KV 388 zur Subskription
an, musste jedoch feststellen, dass "die Anzahl der Herren Suscribenten
[...] sehr geringe" war, weshalb die drei Kompositionen erst 1789, 1790
und 1792 in Einzeldrucken erschienen.
Die Versuche, der Musik des g-Moll-Quintetts mit sprachlichen Mitteln Herr zu
werden, haben indes zu den merkwürdigsten Stilblüten geführt.
Ernst Hess, der das Werk im Rahmen der Neuen Mozart-Ausgabe herausgegeben hat,
fasst zusammen: "Es wird von Melancholie, von Depression und Pessimismus
gesprochen, vom Gebet eines Einsamen, vom Garten Gethsemane, von Schwermut und
hoffnungsloser Tragik und dann - in Bezug auf das Finale - von der Überwindung
des Leides durch die Heiterkeit."
Es ist der letzte Satz von Mozarts g-Moll-Quintett, der Kommentatoren des Werkes
die härteste Nuss zu knacken gab...
Mark Schulze Steinen
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