Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)

Sonate C-Dur KV 303
für Cembalo und Klavier


...hinschmieren könnte ich freylich den ganzen Tag fort

Das Bild vom mühelos komponierenden, nur seinen Eingebungen folgenden Götterliebling ist nichts anderes als eine Erfindung des im 19. Jahrhundert grassierenden Geniekultes. Zwar bekannte Mozart selbst, daß ihm das Komponieren leicht von der Hand ginge: hinschmieren könne er immerfort. Auf der anderen Seite hatte er stets ein reges Interesse an rein kompositionstechnischen Problemen. Eine große Zahl der erhaltenen Skizzenblätter ist überdeckt mit Notizen, in denen sich Mozart mit der abstrakten Form des Kanons beschäftigt - erst diese Studien gaben ihm die Sicherheit, in seinen größeren Werken satztechnische Probleme mit größter Leichtigkeit und Eleganz zu lösen. Mozarts Zeitgenossen haben unter dem » Brillanten « seiner Musik noch deutlich das » Künstliche« heraushören können.

Carsten Niemann
Zeichen 7612

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