Sinfonie C-Dur KV 551
Jupiter-Sinfonie
Rund 50 Sinfonien hat Wolfgang Amadeus Mozart zwischen 1765 und 1788 komponiert. Eine exakte Zählung wird durch Überschneidungen der Gattung mit Formen wie dem Divertimento oder der (Opern-)Sinfonia erschwert, und bis vor nicht allzu langer Zeit hat man nur 41 dieser Werke als "echte" Sinfonien gelten lassen. Im Konzertbetrieb sind bis heute allerdings gerade einmal sieben bis acht Sinfonien Mozarts präsent. Neben der Trias der drei letzten Sinfonien aus dem Jahr 1788 handelt es sich dabei um Werke, deren Popularität dazu geführt hat, dass die Nachwelt ihnen nicht auf Mozart zurückgehende und im Grunde belanglose Spitznamen verlieh: Die Bezeichnungen Pariser (KV 297), Linzer (KV 425) und Prager (KV 504) Sinfonie geben Auskunft über den Uraufführungsort der jeweiligen Komposition, während der Titel der Haffner-Sinfonie (KV 385) daran erinnert, dass dieses Werk auf einer Serenadenkomposition beruht, die Mozart anlässlich einer Feierlichkeit im Hause der befreundeten Salzburger Familie Haffner komponierte. Die kleine g-Moll-Sinfonie (KV 183) aus dem Jahr 1773 wird hingegen nur so genannt, um Verwechslungen mit Mozarts fünfzehn Jahre später entstandenen vorletzten Sinfonie in derselben Tonart (KV 550) vorzubeugen - und das, obwohl die Spieldauer beider Werke mit jeweils mit 25 Minuten nahezu identisch ist: "Klein" bedeutet hier im Rahmen einer auf kompositorischen Fortschritt ausgerichteten Musikgeschichtsschreibung nicht "kurz" sondern "weniger bedeutend"...
Mark Schulze Steinen
Zeichen 5169
Zu diesem Werk ist auch ein Text von Christine Mitlehner lieferbar.