Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)

Streichquartett B-Dur KV 589


"Im Juni, in Wien, ein Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello, für seine Majestät den König von Preussen" trug Wolfgang Amadeus Mozart im Sommer 1789 in das "Verzeichnüss aller meiner Werke" ein. Mozart war im Frühjahr über Dresden und Leipzig nach Potsdam gereist, wo er sich Hoffnungen auf eine stabile und gut dotierte Anstellung am Preussischen Hof von Friedrich Wilhelm II. gemacht haben mochte. Der erste Anlauf des Komponisten, eine Audienz beim König zu erhalten, scheiterte jedoch, und Mozart wurde zunächst an den Direktor der königlichen Kammermusik, den Cellisten Pierre Duport, verwiesen. Nach einem Konzert Mozarts im Leipziger Gewandhaus ("von Seiten des beyfalls und der Ehre glänzend genug, desto mägerer aber die Einnahmen betreffend"), kam es am 26. Mai dann zu einer Begegnung zwischen Komponist und König, und bei dieser Gelegenheit erhielt Mozart den Auftrag, neben sechs Sonatinen für die Klavier spielende Prinzessin Friederike Charlotte eine Werkgruppe von sechs Streichquartetten zu schreiben, die später sogenannten "Preussischen Quartette".

Mark Schulze Steinen
Zeichen 3886

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