Konzert für Oboe und Orchester C-Dur KV 314 (285d)
Für einen reichen Holländer namens De Jean,
der ein Liebhaber auf der Flöte war und den Mozart im Hause der Musikerfamilie
Wendling in Mannheim kennen gelernt hatte, sollte Mozart 3 kleine, leichte,
und kurze Concertln und ein Paar quattro auf die flötte machen.
Er hat sich dieses Auftrags nur zum Teil entledigt, vielleicht auch, weil er
die Flöte als Soloinstrument nicht mochte. Nur ein Konzert hat er komponiert
(in G-Dur KV 313) und dann, vermutlich weil die Zeit knapp wurde, sein Oboenkonzert
in C-Dur für Flöte umgearbeitet. Bis ins vorige Jahrhundert kannte
man nur diese Bearbeitung, und selbst nach der Entdeckung der älteren Oboenfassung
im Jahre 1920 durch Bernhard Paumgartner dauerte es noch eine gewisse Zeit,
bis allgemein anerkannt war, dass das Flötenkonzert eine Bearbeitung des
Oboenkonzerts - und nicht umgekehrt - ist.
Ulrich Lenz
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