Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)
Trio B-Dur KV 502
für Violine, Violoncello und Klavier
Die sechs Klaviertrios von Mozart (das so genannte Kegelstatt-Trio KV 498 ist aufgrund seiner ungewöhnlichen Besetzung für Klarinette, Bratsche und Klavier ein Sonderfall) reflektieren noch die frühe Entwicklung der Gattung. Dass sein 1776 in Salzburg komponiertes, in barocker Tradition mit Cembalo statt mit Pianoforte besetztes Klaviertrio B-Dur KV 254 sechs Jahre nach seiner Entstehung in Paris als Divertimento herausgegeben wurde, weist bereits darauf hin, dass die Gattung zu dieser Zeit noch nicht auf eigenen Füßen stand. Seine anderen fünf Trios - vom Komponisten teilweise noch Terzetto oder Sonata genannt - schrieb Mozart nach zehnjähriger Pause in zwei Schaffensschüben: Die Klaviertrios G-Dur KV 496 und B-Dur KV 502 entstanden 1786, jene in E-Dur KV 542, C-Dur KV 548 und G-Dur 564 zwei Jahre später.
Mark Schulze Steinen
Zeichen 5031