Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)

Klaviersonate B-Dur KV 333


Es gibt nur wenige Komponisten, über deren Musik so viel geschrieben wurde, wie über jene von Wolfgang Amadeus Mozart. Und doch scheinen sich gerade viele seiner Werke allen Deutungs- und Erklärungsversuchen zu entziehen: So natürlich entfaltet sich Mozarts grenzenloser melodischer Einfallsreichtum, so selbstverständlich erscheint seine meisterhafte Beherrschung unterschiedlichster Stile, auf so unspektakuläre Art und Weise erobert er sich die von Komponisten der vorangegangenen Generation entwickelten Formen, dass selten Bedarf an gelehrten Kommentaren oder Auslegungen besteht. Dass aufgrund ihres Entstehungsanlasses viele kammermusikalische Werke Mozarts darüber hinaus als Gelegenheitskompositionen einzustufen sind, mindert ihren Rang nicht im geringsten: Denn ohne behaupten zu wollen, Mozart habe immer "mit links" komponiert, so ist es doch gerade die Natürlichkeit und Spontaneität seiner Musik, die sie für ein Publikum mit unterschiedlichsten Hörerfahrungen und Erwartung unmittelbar zugänglich macht.
Die jüngere Mozartforschung hat im Falle der B-Dur-Klaviersonate KV 333 die lange gehegte Theorie, die Komposition sei während Mozarts Pariser Aufenthalt im Sommer des Jahres 1778 entstanden, um fünf Jahre korrigiert: Stilistische Vergleiche mit anderen Werken und eine Papieranalysen des Manuskripts legen heute eine Datierung auf Ende des Jahres 1783 nahe.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 4109

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