Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)

"Die Entführung aus dem Serail" KV 384
Harmoniemusik von Johann Nepomuk Wendt (1745-1801)


"Sie glauben nicht, wie schwer es ist, so was auf die harmonie zu setzen - dass es den blassinstrumente eigen ist, und doch dabey nichts von der Wirkung verloren geht", schreibt Wolfgang Amadeus Mozart am 20. Juli 1782 aus Wien an seinen Vater Leopold.
Die Rede ist von einer Bearbeitung einiger Arien aus seinem erst vier Tage zuvor uraufgeführten Singspiel Die Entführung aus dem Serail für ein reines Holzbläser-Ensemble, seinerzeit "Harmonie" genannt. Die Harmoniemusiken erfüllten im 18. Jahrhundert jene Aufgabe, die wir heute modernen Tonträgern anvertrauen: Sie brachten "Schlager" aus Opern in die Salons der Aristokratie, wo sie als musikalischer Hintergrund zu Konversation und Gesellschaftspielen, als nächtliches Ständchen oder als Tafelmusik dienten.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 2808

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