"Die Entführung aus dem Serail"
KV 384
Harmoniemusik von Johann Nepomuk Wendt (1745-1801)
"Sie glauben nicht, wie schwer es ist, so was auf
die harmonie zu setzen - dass es den blassinstrumente eigen ist, und doch dabey
nichts von der Wirkung verloren geht", schreibt Wolfgang Amadeus Mozart
am 20. Juli 1782 aus Wien an seinen Vater Leopold.
Die Rede ist von einer Bearbeitung einiger Arien aus seinem erst vier Tage zuvor
uraufgeführten Singspiel Die Entführung aus dem Serail für
ein reines Holzbläser-Ensemble, seinerzeit "Harmonie" genannt.
Die Harmoniemusiken erfüllten im 18. Jahrhundert jene Aufgabe, die wir
heute modernen Tonträgern anvertrauen: Sie brachten "Schlager"
aus Opern in die Salons der Aristokratie, wo sie als musikalischer Hintergrund
zu Konversation und Gesellschaftspielen, als nächtliches Ständchen
oder als Tafelmusik dienten.
Mark Schulze Steinen
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