Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)
Konzert für Flöte und Orchester G-Dur KV 313
Dass Wolfgang Amadeus Mozart kein besonderer Freund der Flöte war, hin hinreichend bekannt. "Hinschmieren könnte ich freylich den ganzen tag fort", schrieb der 22jährige aus Mannheim an seinen Vater, "aber so eine sach kommt in die welt hinaus, und da will ich halt daß ich mich nicht schämen darf, wenn mein Namm drauf steht. Dann bin ich auch, wie sie wissen, gleich stuff wenn ich immer für ein instrument |: das ich nicht leiden kann :| schreiben soll..." Den Anlass für diese unwilligen Zeilen bildete ein Kompositionsauftrag, den Mozart Ende des Jahres 1777 von einem wohlhabenden holländischen Amateurflötisten erhalten hatte. Nachdem sie bei einem Essen miteinander bekannt gemacht worden waren, bat Ferdinand Dejean den Komponisten, ihm "3 kleine, leichte, und kurze Concertln und ein Paar quattro auf die flötte" zu schreiben. Das Honorar war großzügig bemessen, und so machte sich Mozart - allen Vorbehalten der Flöte gegenüber zum Trotz - an die Arbeit.
Mark Schulze Steinen
Zeichen 3889