Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)

Sechs Deutsche Tänze KV 571


Als Wolfgang Amadeus Mozart im Juni 1781 wegen eines nicht genehmigten Urlaubs aus den Diensten des Salzburger Fürsterzbischofs Hieronymus Graf von Colloredo entlassen wurde, gab es für ihn nur eines: der ungeliebten Heimatstadt den Rücken zuzukehren und in Wien sein Glück als - wie man heute sagen würde - freischaffender Komponist zu versuchen. Mozarts Wagemut sollte sich in den ersten Wiener Jahren auszahlen. Ganze fünf Jahre dauerte Mozarts Wiener Glanzzeit, dann hatte sich das Publikum an seiner Musik satt gehört. Im April 1786 gab Mozart seine letzte "Akademie", wie die Vorläufer moderner Sinfoniekonzerte genannt wurden. Als mit dem Tod von Christoph Willibald Gluck 1787 die Position des "k.u.k. Hofcompositeurs" frei wurde, ernannte man Mozart allerdings nur zum "Kammermusicus" - eine finanzielle und künstlerische Enttäuschung: Mozarts Gehalt belief sich auf weniger als die Hälfte dessen, was Gluck verdient hatte, seine Aufgaben blieben weitgehend auf die Komposition von Tänzen für Maskenbälle am Hof beschränkt.
36 Menuette und 31 Deutsche Tänze - bürgerliche Pendants zum höfischen Menuett und Vorläufer des späteren Walzers - hat Mozart von 1787 bis 1791 für Tanzveranstaltungen in den Redoutensälen der Wiener Hofburg geschrieben. Und das offensichtlich mit Lust...

Mark Schulze Steinen
Zeichen 2776

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