Sonatine op. 76
für Flöte und Klavier
Er habe die «Musik Wagners nie verstanden und werde sie nie verstehen. Zum Glück gehöre ich schon der Generation an, die ihm entronnen ist», sagte der französische Komponist Darius Milhaud einmal. Dem gallischen Temperament Milhauds war die Gigantomanie der Wagnerschen Musikdramen ebenso fremd wie die rauschhafte Klangmagie der spätromantischen Orchestersprache. Wie zahlreiche seiner französischen Komponistenkollegen aus jener Zeit war Milhaud vielmehr um Witz und Esprit bemüht, wollte Musik schreiben, die dem Hörer eher ein Lächeln auf das Gesicht zaubert als die Fratze der Ergriffenheit.
Mark Schulze Steinen
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