Olivier Messiaen
(1908-1992)

Quatuor pour la Fin du Temps (1940)
für Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier


Die Eingebung empfing ich während meiner Gefangenschaft, in der ich das "Quatour pour la fin du Temps" schrieb. Es wurde zum ersten Mal am 15. Januar 1941 von Jean Le Boulaire (Violine), Henri Akoka (Klarinette), Etienne Pasquier (Cello) und mir am Klavier im Stalag VIII A, Görlitz aufgeführt.
Seine musikalische Sprache ist im Wesen immateriell, spirituell, katholisch. Die Modi, die melodisch und harmonisch eine Art tonaler Allgegenwart herstellen, nähern von daher den Hörer der Ewigkeit des Weltraums oder des Unendlichen an. Spezielle Rhythmen, außerhalb jedes Taktgefüges, tragen mit Macht dazu bei, die Zeit aufzuheben. (Alles das bleibt Versuch und Stammelei angesichts der erdrückenden Größe des Sujets.)

Olivier Messiaen
Zeichen 6210
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