Olivier Messiaen
(1908-1992)

Le Merle noir (1951)
für Flöte und Klavier


Messiaens Kompositionslehrer, Paul Dukas, soll seinen Schülern geraten haben:"Hören Sie den Vögeln zu, das sind große Meister". Auch ohne diesen Rat, so gesteht Messiaen, habe er sich schon früh für Vogelgesänge interessiert, sie bewundert, analysiert und aufgeschrieben. "Ihre melodischen Wendungen, vor allem die der Amseln, übertreffen an Phantasie die menschliche Vorstellungskraft" (Technik meiner musikalischen Sprache, Kp. IX).
Die Beschäftigung mit der Vogelwelt und ihrer Gesänge zieht sich wie ein roter Faden schon durch Messiaens Frühwerk.
Mit Le Merle noir (Die schwarze Amsel), 1951 entstanden, begann die zehn Jahre währende Schaffensphase, die fast aus-schließlich dem Gesang der Vögel gewidmet war

Günter Friedrichs
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