Felix Mendelssohn Bartholdy
(1809-1847)

Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56
"Schottische"


Die von Felix Mendelssohn Bartholdy initiierte und geleitete erste Wiederaufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion an der Berliner Singakademie lag erst sechs Wochen zurück, als der junge Komponist mit einer Tasche voller Empfehlungsschreiben eine mehrmonatige Reise auf die Britischen Inseln antrat. Der Besuch der englischen Hauptstadt - neben Paris das Zentrum der bürgerlichen Musikkultur - verfolgte vor allem ein Ziel: Kontakte zu knüpfen, die der Karriere des jungen Komponisten förderlich sein könnten. Zunächst "ohne eigentlichen Zweck, nur fürs Pläsier" (Mendelssohn) machte Mendelssohn nach Abschluss der Londoner Konzertsaison dann einen Abstecher nach Schottland. Die wilde, noch weitgehend unberührte Natur, die Mendelssohn auch zeichnerisch in seinem Reisetagebuch festhielt, und die Begegnung mit Zeugnissen der schottischen Geschichte vergangener Tage regten den Komponisten zu zwei seiner bekanntesten Orchesterwerke an: Der vor der Nordwestküste Schottlands gelegenen Inselgruppe setzte Mendelssohn mit der Konzertouvertüre Die Hebriden op. 26 ein musikalisches Denkmal, ein Besuch in Edinburgh regte ihn zur Komposition seiner so genannten "schottischen" Sinfonie an.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 7492

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