Doppelkonzert für Flöte, Oboe und Orchester (1972)
Im Auftrag der Berliner Festwochen schrieb György Ligeti sein Doppelkonzert für Flöte, Oboe und Orchester, das 1972 von den Berliner Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Christoph von Dohnanyi sowie Karlheinz Zöller (Flöte) und Lothar Koch (Oboe) als Solisten uraufgeführt wurde. Es sind vor allem zwei Aspekte, die an diesem Werk auffällig sind: Zum einen werden die beiden Soloinstrumente durch die dreifache Besetzung von Flöte (mit Piccolo) und Oboe (mit Oboe d'amore und Englischhorn) im Orchester in die Klanggestalt des Werkes eingebunden. Zum anderen erweitert Ligeti im Doppelkonzert seine harmonischen Klangflächen durch die Erweiterung des tonalen Vokabulars um vierteltönige Abweichungen.
Mark Schulze Steinen
Zeichen 2655