Sechs Bagatellen für Bläserquintett
(1953)
Der Ungar György Ligeti zeigt sich in seinem frühen
Bläserquintett, den Sechs Bagatellen, ebenso wie seine französischen
Kollegen, stilistisch von Strawinsky und dem Neoklassizismus beeinflußt.
Natürlich sind Elemente ungarischer Folklore nicht zu überhören
und Béla Bartók ist der 5. Satz zum Gedenken gewidmet. Ligeti
hat diese locker gefügte Folge von Stücken seinen 1951-53 komponierten
Klavierstücken Musica ricercata entnommen und für Bläserquintett
transkribiert. Erst am 6.Oktober 1969 wurden sie im schwedischen Södertälje
von den Stockholms filharmonikers blaserkvintett uraufgeführt.
Christine Mitlehner
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