György Ligeti
(* 1923)

Sechs Bagatellen für Bläserquintett (1953)


Der Ungar György Ligeti zeigt sich in seinem frühen Bläserquintett, den Sechs Bagatellen, ebenso wie seine französischen Kollegen, stilistisch von Strawinsky und dem Neoklassizismus beeinflußt. Natürlich sind Elemente ungarischer Folklore nicht zu überhören und Béla Bartók ist der 5. Satz zum Gedenken gewidmet. Ligeti hat diese locker gefügte Folge von Stücken seinen 1951-53 komponierten Klavierstücken Musica ricercata entnommen und für Bläserquintett transkribiert. Erst am 6.Oktober 1969 wurden sie im schwedischen Södertälje von den Stockholms filharmonikers blaserkvintett uraufgeführt.

Christine Mitlehner
Zeichen 803
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